Brief an die Übersetzer II
31. Mai 2007
Liebe Freunde,
ich möchte Sie alle bitten, eine kleine, aber wichtige Änderung im Text der Wohlgesinnten, an dessen Übersetzung Sie gerade arbeiten, durchzuführen. Dabei handelt es sich nicht umeine nachträgliche Änderung, sondern vielmehr um die Wiederherstellung der ursprünglichen Form des Textes. Es handelt sich um die Schlussszene, in der Max Hitler in die Nase kneift: In der Szene, die ich geschrieben hatte und die auch so in dem Manuskript stand, das an meinen französischen Verleger ging, biss Max nämlich dem Führer in die Nase – eine Geste, wie sie sehen, von einer ganz anderen Tragweite und ent¬schieden anderen Bedeutung. Auf die Bitte meines französischen Lektors hin habe ich diese Szene geändert, indem ich sie abschwächte und das höhnische Kneifen (eine Anspielung auf Stawrogin) an die Stelle der rohen Wut des Bisses setzte. Ich bedaure das jetzt und wünsche mir daher – und hier profitiere ich von der Gelegenheit, die mir die Veröffentlichung meines Buches im Ausland gibt –, dass die Szene, die ich als die ursprüngliche ansehe, wieder eingesetzt wird. Ich werde diese Änderung im Übrigen auch in dem französischen Text durchführen, wenn die Taschenbuchausgabe im nächsten Jahr erscheint. Wie immer stehe ich für jede Frage oder zusätzliche Präzisierung zu Ihrer Verfügung.
Aus dem Französischen von Wiebke Irlenkäuser
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