AA
Akronym:Auswärtiges Amt

Gebräuchliche Abkürzung für Reichsaußenministerium und für Minister für auswärtige Angelegenheiten (Reichsaußenminister Joachim v. Ribbentrop, 1938-1945).

Abwehr
Definition:

Ursprünglich 1919/20 gegründet - nach Auflösung des militärischen Geheimdienstes innerhalb des kaiserlichen Heeres mit Ende des Ersten Weltkriegs – wurde die für Spionage, Gegenspionage und Sabotage zuständige Abwehr, auch „Abteilung Abwehr“ genannt, als „Amt Ausland/Abwehr“ 1938 in das neu geschaffene OKW eingegliedert. Bekanntester Leiter des Amts war Konteradmiral Wilhelm Canaris (1935-1944).  Ab Mitte Februar 1944 wurden große Teile der Abwehr vom RSHA übernommen. Aufgrund ihrer Beteiligung am 20. Juli 1944 wurden einige höhere Abwehroffiziere verhaftet und hingerichtet, so Canaris am 9. April 1945.

AK
Abkürzung:

Armeekorps

AK
Definition:Armia Krajowa

Untergrundarmee der polnischen Exilregierung im Zweiten Weltkrieg

Amt Mil
Akronym:

Nachfolgeorganisation des früheren OKW-Amts Ausland/Abwehr unter Canaris

AO
Abkürzung:

Armeeoffizier

AOK
Akronym:Armeeoberkommando

Das in mehrere Abteilungen gegliederte Führungszentrum des Oberbefehlshabers einer Armee, übergeordnete Instanz mindestens zweier Armeekorps mit eigenen Generalkommandos.

Arbeitseinsatz
Definition:

Anfangs ein Fachbegriff innerhalb der autoritären nationalsozialistischer Arbeitsmarktpolitik, wurde der Begriff ab 1942 unter der Ägide des neu geschaffenen „Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz“ (Leitung: Gauleiter Fritz Sauckel) zum Inbegriff der organisierten Zwangsarbeit von „Fremdarbeitern“, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen.

Armeeinsatz
Definition:

Anfangs ein Fachbegriff innerhalb der autoritären nationalsozialistischer Arbeitsmarktpolitik, wurde der Begriff ab 1942 unter der Ägide des neu geschaffenen „Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz“ (Leitung: Gauleiter Fritz Sauckel) zum Inbegriff der organisierten Zwangsarbeit von „Fremdarbeitern“, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen.

BdO
Abkürzung:

Befehlshaber der Ordnungspolizei

Berück
Abkürzung:

Befehlshaber des rückwärtigen Heeresgebiets

DAW
Abkürzung:

Deutsche Ausrüstungswerke

DeSt
Akronym:

Deutsche Erd- und Steinwerke GmbH

Dibbuk
Definition:

Vom Hebräischen dawak, »kleben«, »anhaften«; im jüdischen Volksglauben die Seele eines Verstorbenen, die in den Körper eines Lebenden fährt. Dem Häftling und dem für das »Chemie-Kommando« verantwortlichen deutschen Doktor.

Dulag
Abkürzung:

Durchgangslager für Kriegsgefangene

ELDS
Akronym:École libre des sciences politiques

Französische Elitehochschule

ENS
Akronym:École Normale Supérieure

Französische Elitehochschule

ESG
Definition:Einsatzgruppe

Erstmals eingesetzt beim so genannten Anschluss Österreichs (1938) und bei der Besetzung der „Rest-Tschechei“ (1939), dienten die Einsatzgruppen vor allem der Aufspürung und Ermordung von politischen Gegnern bzw. von als „rassisch minderwertig“ charakterisierten Menschen jeden Geschlechts und Alters, in der Hauptsache von Juden, aber auch von Sinti und Roma, von geistig und körperlich Behinderten sowie von Kriegsgefangenen; an der Ostfront wurden Einsatzgruppen überdies in der so genannten „Bandenbekämpfung“ (Krieg gegen Partisanen) eingesetzt. Nach dem Überfall auf Polen ab dem 1.September 1939 ermordeten Einsatzgruppen große Teile der polnischen Intelligenz und waren an ersten Massenerschießungen von Juden beteiligt. Um vereinzelte Proteste aus der Truppe gegen das Vorgehen der Einsatzgruppen künftig zu vermeiden, wurde ihr Einsatz für den Krieg gegen die Sowjetunion aufgrund einer offiziellen Vereinbarung zwischen dem RSHA und der Wehrmacht genauer geregelt. Jede der drei Heeresgruppen bekam eine mit Großbuchstaben gekennzeichnete Einsatzgruppe zugeordnet, eine vierte, die Einsatzgruppe D, wurde der 11. Armee für die Krim und das besetzte Rumänien zugewiesen.  Gemeinsam mit den Verbänden der Höheren SS-und Polizeiführer (HSSPF)und in Kooperation mit der Wehrmacht organisierten und vollzogen die Einsatzgruppen den Massenmord an der jüdischen Bevölkerung. (Jede Einsatzgruppe  verfügte über einen Gruppenstab und mehrere Einsatzkommandos (Ek) bzw. Sonderkommandos (Sk). Jedes Kommando hatte seinerseits einen Kommandostab mit den nötigen Hilfskräften (Kraftfahrer, Dolmetscher etc.) sowie mehrere Teilkommandos. Die Stäbe der Gruppen und der Kommandos waren organisatorisch nach dem Muster des RSHA gegliedert. So fanden sich dort ein Leiter I (Verwaltungsführer: Personalwesen und Verwaltung), Leiter II (Beschaffung), Leiter III (Sicherheitsdienst), Leiter IV (Gestapo) und Leiter V (Kriminalpolizei). Einer dieser Leiter, gewöhnlich Leiter III oder IV, versah auch die Funktion des Chefs des Stabs .)


Gauleiter
Definition:

Im NS-Staat wurden die Verwaltungseinheiten Gaue genannt. An der Spitze eines jeden Gaus – es gab insgesamt 42 Gaue, das 43. Gau bildete die Auslandsorganisation des NSDAP - stand der Gauleiter, der, zumeist ein „Alter Kämpfer“, nur von Hitler ernannt werden konnte und nur ihm allein Rechenschaft schuldig war.  Ab November 1942 waren alle Gauleiter zugleich Reichsverteidigungskommissare und in dieser Eigenschaft ab September 1944 für die Organisierung des „Volkssturms“ zuständig.

Gestapo
Abkürzung:Geheime Staatspolizei

Seit 1934 Heinrich Himmler unterstellt, Amtschef Heinrich Müller („Gestapo-Müller“) von 1937 bis Kriegsende. Siehe auch RSHA.

GFP
Akronym:Geheime Feldpolizei

Jedes AOK verfügte über eine GFP-Abteilung. Ursprünglich eingesetzt als Anti-Sabotage- und Spionageabteilung, zur Bekämpfung des Widerstands (vor allem in Frankreich), als Wachtruppe (etwa zum Schutz von Hauptquartieren, auch als Schutztruppe für Hitler), als exekutive Hilfseinheit für Militärgerichte sowie zur Verfolgung von Fahnenflüchtigen und Deserteuren, wurde die GFP auch bei genozidalen Akten und zur Partisanenbekämpfung eingesetzt. Der größte Teil der GFP-Offiziere stammte aus den Reihen der deutschen Polizei und gehörte somit zur Sipo, wenn nicht gar zur SS. Trotzdem blieb der militärische Sicherheitsdienst von den Diensten des RSHA strikt getrennt.

GG
Akronym:Generalgouvernement


GK
Akronym:Generalkommando, Generalkonsul


Goldfasan
Definition:

 Abfällige Bezeichnung für höhere, zumeist in goldbraunen Uniformen auftretende NS-Funktionäre, deren Vetternwirtschaft und Korruptionsanfälligkeit bekannt und gegenstand vieler Gerüchte waren.

Hiwi
Abkürzung:Hilfswillige

Einheimische Hilfskräfte der Wehrmacht, die insbesondere nach dem Überfall auf die Sowjetunion eine wichtige Rolle spielten. Ihren Dienst – oft freiwillig, aber auch erzwungen - versahen sie im allgemeinen im Transport- und Nachschubwesen und waren bald unentbehrlich bei der Etablierung der deutschen Besatzungsherrschaft. Sie wurden teils von der Wehrmacht, teils von der Polizei und der SS in den aktiven Dienst übernommen und sowohl bei der Partisanenbekämpfung als auch bei Massenerschießungen eingesetzt.

HKB
Akronym:Häftlingskrankenbau

siehe Revier 

Pak
Definition:Panzerabwehrkanone


PK
Definition:Propagandakompanie
RKF
Akronym:Reichskommissariat für die Festigung deutschen Volkstums

Das RKF sollte mittels organisierter „Umsiedlungen“ und „Eindeutschungen“ bzw. „Germanisierungen“ Teile reichsdeutschen Grenzgebietes, vor allem aber okkupierte Länder und Gebiete gleichsam ethnisch säubern. Zum Reichskommissar ernannte sich Heinrich Himmler am 7.Oktober 1939 selbst, nach einem entsprechenden Erlass von Hitler. Die  Hauptbetätigungsfelder des RKF - Vertreibung und Vernichtung - waren  organisatorisch unauflöslich miteinander verbunden: So übertrug Himmler, sobald das Gebiet um Zamosc als vorrangiges Germanisierungsziel feststand, diese Aufgabe dem SS- und Polizeiführer des Bezirks Lublin, SS-Gruppenführer Odilo Globocnik, der auch die „Aktion Reinhardt“ befehligt hatte. In deren Verlauf waren „Tötungsspezialisten“ aus der „Aktion T4“, während der Tausende von psychisch Kranken und Behinderten im Reich ermordet worden waren, damit beauftragt worden, Vernichtungslager in Treblinka, Sobibór und Belzec zu errichten und dort bereits ausprobierte Massenmordtechniken anzuwenden (Gaskammern, Einleitung von Kohlenmonoxyd); die „Aktion Reinhardt“ stand insofern in direktem Zusammenhang mit dem RKF, als Teile der zur Vernichtung vorgesehenen Juden sich vorgeblich deshalb in die Lager und die Gaskammern (angebliche Entlausung)zu begeben hatten, weil sie umgesiedelt werden sollten.

RMfRuK
Akronym:Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion

 Bezeichnung des Reichskriegsministeriums unter Albert Speer

Rollbahn
Definition:

Die provosorische West-Ost-West-Trasse, auf der sich der militärische Güter- und Personenverkehr der Wehrmacht hauptsächlich bewegte. Der Nachschub für die Truppe wurde von den so genannten Fahrkolonnen besorgt, Einheiten in Kompaniestärke. Zuständig auf den verschiedenen taktischen Ebenen des Ostheeres waren die Abteilungen II der Stäbe.

RSHA
Akronym:Reichssicherheitshauptamt

Nach der „Machtergreifung“ am 30.01.1933 suchte die SS ihre Sonderrolle durch die Sicherheitsdienste zu erweitern. Nach langen internen Auseinandersetzungen, hauptsächlich mit Göring, gelang es Himmler im Juni 1936, die Kontrolle über alle deutschen Polizeien an sich zu reißen; die neuen politischen Polizeien wurden in gleicher Weise wie die Kriminalpolizei oder die anderen normalen Polizeien in der Orpo zusammengefasst. Diese Polizeien blieben jedoch Einrichtungen des Reiches, die aus dem Reichshaushalt finanziert wurden und deren Angehörige Beamte und damit den Einstellungs- und Beförderungsvorschriften des Reiches unterworfen blieben. Um diese bürokratische Trennung zu überspielen, wurde der Reichsführer SS in Rahmen des Innenmisteriums zum Chef der deutschen Polizei ernannt. Die Kripo wurde der Gestapo zugeordnet, sodass damit eine Sicherheitspolizei (Sipo) entstand, die aber eine staatliche Organisation blieb. Der Sicherheitsdienst (SD) blieb weiterhin eine parteieigene Organisation im Rahmen der SS. Auf dem Umweg über eine "Personalunion" wurden Sipo und SD jedoch vereinigt: SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich wurde offiziell Chef der Sicherheitspolizei und des SD und bekam damit eine Dienststellung, die der seines Chefs Heinrich Himmler entsprach. In beiden Fällen waren Parteiämter – denn die SS war ja Teil der Partei - und Staatsämter – die Polizei war nach wie vor eine staatliche Institution – miteinander verbunden.
1939, unmittelbar nach dem Krieg gegen Polen, versuchte man diese seltsame Situation durch Schaffung einer einzigen Zwitterorganisation aufzulösen: des RSHA, in das Sipo und SD nach Verschmelzung eingingen, und das zum wichtigsten der insgesamt zwölf Hauptämter der SS werden sollte. Die gesamte Verwaltung aller dieser unterschiedlichen Organisationen wurde (nach der Umgestaltung 1941) in einem Amt I (Personal) und einem Amt II (Organisation, Verwaltung, Recht) zusammengefasst; der SD wurde geteilt in ein Amt III (Deutsche Lebensgebiete- SD-Inland) und ein Amt VI (Ausland - SD-Ausland). Die Gestapo wurde zum Amt IV (Gegnererforschung und –bekämpfung – Geheimes Staatspolizeiamt). Die Kripo wurde zum Amt V (Verbrechensbekämpfung - Reichskriminalpolizeiamt). Außerdem wurde ein Amt VII (Weltanschauliche Forschung und Auswertung – SD-Ausland) geschaffen. Die Ämter waren überdies jeweils durch eine Reihe von Unterabteilungen strukturiert (Referate); so leitete z.B. der „Organisator der Endlösung“, SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann, das Referat IV B 4 („Judenangelegenheiten“) im RSHA.
Aber dies alles wurde zu keiner Zeit auf gesetzlicher Grundlage geregelt: Die Ministerialbürokratie verwahrte sich, über die Frage der Finanzierung des SD aus dem Reichshaushalt hinaus, gegen eine Vermischung von Staatsverwaltung und Parteiorganisation. So gab es, obwohl das RSHA de facto existierte, keinen entsprechenden Briefkopf, auch war es verboten, die Bezeichnung im Rahmen der Korrespondenz zu benutzen; Heydrich blieb offiziell der "Chef der Sipo und des SD".
Der Aufbau des RSHA wurde auf allen regionalen Gliederungsebenen (Oberabschnitt, Abschnitt etc.) beibehalten: in jedem Verwaltungsbezirk fanden sich die Ämter III, IV und V, die allesamt der Verantwortung eines Inspekteurs der Sipo und des SD (IdS) unterstanden. Nach Kriegsbeginn errichtete man dieselben Strukturen in den besetzten Gebieten, wo aus dem Inspekteur allerdings ein Befehlshaber wurde, der bisweilen mehrere Kommandeure der Sipo und des SD (KdS) unter sich hatte.

RUSHA
Akronym:Rassen- und Siedlungshauptamt der SS

 

SA
Akronym:Sturmabteilung

Paramilitärische Verbände der NSDAP, gegründet 1920, die bei dem Aufstieg der Partei und kurz nach der Machtergreifung im Januar 1933 eine bedeutsame Rolle spielten. Im Juni 1934 liquidierte Hitler mithilfe der SS und mit Duldung der zu diesem Zeitpunkt noch so bezeichneten Reichswehr in der „Nacht der langen Messer“ die Führungsriege der SA, darunter deren Stabschef Ernst Röhm. Die SA existierte bis zum Ende des Regimes, spielte jedoch – abgesehen von ihrer unheilvollen Rolle bei den Pogromen der 1930er Jahre bis hin zum Novemberpogrom von 1938 - politisch keine Rolle mehr.

SD
Akronym:Sicherheitsdienst des Reichsführers SS

1931 von Himmler geschaffener Nachrichtendienst der NSDAP unter Leitung Reinhard Heydrichs. Ab Mitte der 1930er Jahre innerhalb des Reichs Ausspitzelung und Bekämpfung politischer Gegner sowie Erstellung politischer Stimmungsberichte („Meldungen aus dem Reich“). Als SD-Hauptamt bzw. Amt III ab 1939 Teil des RSHA und an der Organisierung der Ausbeutung okkupierter Gebiete und Länder beteiligt. In das Amt III gingen ab 1944 große Teile der Abwehr über.

SEk
Akronym:Sondereinsatzkommando


Sipo
Akronym:Hauptamt Sicherheitspolizei, Geheime Staatspolizei und Kriminalpolizei

Siehe auch RSHA.

Spieß
Definition:Kompaniefeldwebel

Militärjargon für den Leiter des Innendienstes einer Kompanie, gemeinhin besetzt mit einem Portepee-Unteroffizier (Feldwebeldienstgrad).

SS
Akronym:Schutzstaffel

Die ersten SS-Einheiten wurden im Sommer 1925 im Rahmen der NSDAP geschaffen und waren ursprünglich als Leibgarde des Führers gedacht, der bereits um Schaffung eines Gegengewichts zur SA bemüht war. Heinrich Himmler wurde am 6. Januar 1929 zum Reichsführer SS ernannt. Durch ihre spezielle Treuepflicht gegenüber Hitler und aufgrund ihres Selbstverständnisses als NS-Elite setzte sie sich von der SA ab. Bei der Liquidierung der SA-Führung im Juni 1934 („Röhm-Putsch“) spielte sie eine maßgebliche Rolle.In dem Bemühen, seine eigene Machtstellung zu sichern und auszubauen, gelang es Himmler – ab 1936 Chef der gesamten deutschen Polizei – die SS als Parteiorganisation und als staatliche Behörde miteinander zu verschmelzen. Höhepunkt dieser Bemühungen war 1939 die Gründung des RSSH. Dessen Hauptziel - gemeinsam mit elf weiteren SS-Hauptämtern – war die Errichtung eines großgermanischen Reiches sowie die Organisierung der „Endlösung der Judenfrage“.

SSFHA
Akronym:SS-Führungshauptamt

Stabstelle der Schutzstaffel

SSPF
Akronym:SS- und Polizeiführer
Stalag
Abkürzung:Stammlager (für Kriegsgefangene)


STO
Akronym:Service du travail obligatoire

Aushebung französischer Zwangsarbeiter zum Einsatz in der deutschen Kriegswirtschaft

Ustascha
Definition:

Kroatische faschistische Bewegung, 1929 gegründet.

V A 1
Definition:

Offizielle Bezeichnung des Referats „Rechtsfragen, internationale Zusammenarbeit und Kriminalforschung"

Volksdeutsche
Definition:

Im Gegensatz zu den „Reichsdeutschen“ bzw. zu den als deutsche Staatsbürger im Ausland lebenden „Auslandsdeutschen“ solche der deutschen Sprache mächtigen und in deutschen Kulturkreisen lebende Deutsche, die seit mehreren Generationen in geschlossenen Siedlungsräumen vor allem in Ost- und Südosteuropa lebten. Im Zuge der so genannten „Volkstumspolitik“ wurde große Teile dieser „Volksdeutschen“ unmittelbar vor und während des Zweiten Weltkriegs umgesiedelt – namentlich aus der Sowjetunion, Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien – und erhielten die deutsche Staatsbürgerschaft.

Vomi
Abkürzung:Volksdeutsche Mittelstelle

Ein Hauptamt der SS.

WVHA
Akronym:Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt

Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt; eines der zwölf Hauptämter der der SS. Es entstand 1942 im Zuge einer umfassenden Umstrukturierung des ökonomisch-administrativen Sektors, der die mit Fragen des Bauwesens und der Materialwirtschaft beschäftigten  Gliederungen, die Wirtschaftsunternehmungen der SS und die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) umfasste. Unter der Leitung des SS-Obergruppenführers Oswald Pohl, Himmlers grauer Eminenz in Wirtschaftsfragen, umfasste das WVHA insgesamt fünf Amtsgruppen: A (Truppenverwaltung); B (Truppenwirtschaft), verantwortlich auch für Verwaltung und Versorgung der Waffen-SS; C (Bauwesen) als Zusammenschluss aller im Bauwesen tätigen technischen Dienste der SS; D war die umbenannte IKL; W (Wirtschaftunternehmungen), worin alle Unternehmungen des ungeheuren Wirtschaftsimperiums der SS zusammengefasst wurden, die auf den verschiedensten Gebieten – Bauwesen, Rüstung, Produktion von Gebrauchsgütern, Verlags- und Druckhäuser etc. – tätig waren.

Historisches Material